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Ähnlichkeiten zwischen Tantra und Shibari?

Aktualisiert: 29. Apr.

Tantra und Shibari haben in den letzten Jahren im Westen an Popularität gewonnen. Tantra ist eine alte spirituelle yogische Praxis, die in Indien entstanden ist und mit den Polaritäten von Shiva (männliche Energie) und Shakti (weibliche Energie) arbeitet. Shibari hingegen ist die japanische Kunst, die darin besteht, aufwendige und schöne Knoten um den Körper einer Person zu binden. Auf den ersten Blick mögen die Praktiken sich sehr unterscheiden, aber es gibt viele Ähnlichkeiten zwischen den beiden, die es wert sind, erkundet zu werden.


  • Fokus auf den gegenwärtigen Moment: Beide Praktiken betonen, voll und ganz im Moment präsent zu sein und sich auf körperliche Empfindungen, Emotionen und Energien einzustimmen.

  • Energetische Verbindung: Beide Praktiken zielen darauf ab, eine tiefe energetische Verbindung zwischen den Partnern herzustellen, sei es durch Atemarbeit, Berührung oder andere Mittel.

  • Erforschung der Lust: Beide Praktiken betrachten Lust als eine wertvolle und transformative Erfahrung und zielen darauf ab, Intimität zu fördern und zu erweitern.

  • Verkörperung: Beide betonen körperliche Empfindungen und ermutigen die Teilnehmer, bewusst Bewegung, Atem und Klang einzusetzen, um mehr in den Körper und weniger in den Verstand zu kommen.

  • Persönliches Wachstum und Therapie: Beide bieten Möglichkeiten, Muster und begrenzende Überzeugungen zu entdecken. In Sitzungen erhalten die Praktizierenden Spiegel, um an sich selbst zu arbeiten. Traumata können in einem geführten Rahmen betrachtet werden, und neue positive Erfahrungen können gemacht werden. Der sichere Raum fördert das Aufkommen von Emotionen.

  • Verletzlichkeit: Sowohl Shibari als auch Tantra ermutigen die Teilnehmer, ihre Verletzlichkeit zu zeigen, was die Verbindung zwischen Partnern vertiefen kann.

  • Zustimmung/Konsens: Sowohl Tantra als auch Shibari legen Wert auf Zustimmung, um den Teilnehmern zu ermöglichen, sich sicher zu fühlen und ihre Grenzen offen zu kommunizieren. Bewusste Kommunikation ist entscheidend.

  • Spirituelle Dimensionen: Beide Praktiken können spirituelle oder transzendente Dimensionen haben, sei es durch die Verbindung mit einer höheren Macht, die Erforschung des Göttlichen in sich selbst oder im Partner oder das Erleben veränderter Bewusstseinszustände.

  • Ritual und Absicht: Beide Praktiken beinhalten oft ritualisierte Handlungen und eine klare Absicht oder Zweck, sei es zur Heilung, Transformation oder persönlichem Wachstum.

  • Beziehungsdynamik: Beide Praktiken betonen die Dynamik von Beziehungen, sei es durch den Aufbau von Vertrauen, Kommunikation, Hingabe oder Machtwechsel.

  • Vertrauen und Hingabe: Sowohl Shibari als auch Tantra erfordern eine Grundlage von Sicherheit und Vertrauen, damit die Praktizierenden loslassen und die volle Bandbreite von Empfindungen und Emotionen erleben können. Es ist ein großartiges Lernfeld, um Kontrolle loszulassen und dem Leben zu vertrauen.

Während es sicherlich Unterschiede zwischen Tantra und Shibari gibt, wie etwa die spezifischen Techniken und Traditionen, die in jeder Praxis verwendet werden, deuten die Ähnlichkeiten darauf hin, dass sie einander ergänzen und vertiefen können, indem sie neue und tiefgreifende Wege zur Erforschung von Intimität, Verbindung und persönlicher Transformation bieten.


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